Erneutes Bürgerbegehren zur Westumfahrung

Die Westumfahrung in Gilching bleibt ein Streitpunkt in Gilching. Nach dem 28.9.1997 und 9.2.2014 wird nun erneut ein Bürgerbegehren zum Thema Umgehungsstraße Gilching geplant.Während das Ratsbegehren von 1997 eine Grundsatzentscheidung war, befasste sich der Bürgerentscheid am 9.2.2014 mit der konkreten Planung. Das Bürgerbegehren von Februar zwang die Verwaltung die Planungen zur Westumfahrung zu ändern. Diese Umplanung verzögert den Bau der Westumgehung um weitere Jahre.

Die Bürgerinitiative um Heinz Angermeier will nun mit einem neuen Bürgerbegehren [1] erreichen, dass diese Verzögerung möglichst kurz gehalten wird, indem größtenteils die alte Planung wieder aufgenommen wird. Dies Bedeutet:

  1. Der Röchnerknoten (Anbindung an die A96) soll nach den Planungen von vor dem Bürgerbegehren gebaut werden
  2. Die Unterführung am Talbauernweg soll wegfallen (Ebenfalls stand von vor dem Bürgerbegehren)
  3. Die Unterführung an der Römerstraße soll gebaut werden (aktueller Planungsstand)
  4. Zusätzlich soll eine weitere Fahrradunterführung an der Wesslinger Straße gebaut werden.

Informationen zur Planung vor [2] und nach [3] dem Bürgerbegehren vom 9.2

My two cents:
Meine Meinung zu diesem Bürgerbegehren überdeckt sich in weiten Zügen, mit dem des Bürgermeisters Manfred Walter[4]. Auch ich bin für Bürgerbeteiligung und Mitbestimmung, aber irgendwann muss hier eine Planung durchgezogen werden. Ich lehne dieses Bürgerbegehren ab, denn:

  1. das Bürgerbegehren vom 9.2. ist nur ein Jahr bindend. Damit hätte der Bürgermeister rechtlich die Freiheit die aktuelle vorige Planung wieder aufzunehmen. Ob die Politisch durchsetzbar ist, steht auf einen anderen Blatt. Diese politische Machbarkeit ist meiner Meinung der einzige Punkt, der für dieses Begehren ist.
  2. eine weitere Änderung der Planung wird wieder die Befürworter des Radweges am Röchnerknoten dazu bewegen, ein weiteres Bürgerbegehren zu starten. Folge: weitere Verzögerung! Genau dies will aber das aktuelle Begehren verhindern.
  3. die neue Unterführung an der Wesslinger Straße verursacht erneut Planungsaufwand. Während alle anderen Unterführungen geplant sind oder schon in der Planung sind müsste hier komplett von neuen begonnen werden.

Weiter appelliere ich an die Vernunft aller beteiligten, dass die Westumgehung nicht zu einer art Bürgerbegehren-Pingpong wird und der Gemeinderat jedes Jahr hilflos von neuem mit der Planung anfangen muss.

Richard Brosig

 

[1] http://westumfahrung-gilching.de
[2] http://www.gilching.de/uploads/tx_rtgfiles/U_3.1T.PDF
[3] Planung des Röchnerknotens: Unterlage_7_2_1_1 (Stand: Juli 2014)
[4] http://www.merkur-online.de/lokales/starnberg/gilching/unverstaendnis-ueber-neuen-buergerentscheid-4421010.html

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