Stromnetz Wörthsee wird neu Ausgeschrieben

Die SZ Starnberg berichtete, dass in Wörtsee der Konzessionsvertrag mit dem jetzigen Eigentümer ausläuft. Hierbei werden die Stadtwerke FFB das Stromnetz übernehmen[1].
Auch Gilchings Verwaltung und politischen Führung spielen mit dem Gedanken das Stromnetz zu regionalisieren und eigene Stadtwerke zu gründen.

Die Hauptargumente zur Gründung eines regionalen / kommunalen Versorgers sind (a) die Energiewende und (b) die Gewinnabschöpfung.
Zu (a):
Die Idee Strom dezentral zu erzeugen und durch kleine effiziente Kraftwerke nachhaltig und umweltschonend zu wirtschaften ist gut. Aber um die Schwankungen regenerativer Energieen (wie Photovoltaik) auszugleichen ist ein möglichst breiter Energiemix mit regelbaren Kraftwerken nötig. Deshalb sind die großen Betreiber weiterhin notwendig. Gilching kann also nur so sauber Strom anbieten wie es die Großen tun. Aber jede Tonne Kohle die nicht verbrannt wird ist gut.

zu (b)
Als weiterer Grund wird immer wieder erwähnt, dass durch ein Regionalwerk die Gewinne der großen Stromkonzerne im Ort bleiben. Das ist richtig. Aber wie lange dauert es, bis die hohen Anfangsinvestitionen abgezahlt sind und effektiv Geld für die Gemeinde übrig bleibt. Allein die Übernahme des Stromnetzes wird ein zweistelliger Millionenbetrag dazu kommt Wartung, Bereitstellung eines Notdienstes,…[3] .
Das Regionalwerk Würmtal macht bis heute Verluste[2].
Andererseits bekommt die Gemeinde durch die Komissionabgaben jährlich Geld, ohne wirtschaftliche Risiken.
Hier müssen also die wirtschaftlichen Risiken genau abgewägt werden.

[1] http://www.stadtwerke-ffb.de/
[2] http://www.merkur-online.de/lokales/wuermtal/planegg/null-transparenz-beim-regionalwerk-wuermtal-3276838.html
[3] http://www.steuerzahler.de/Kommunen-sind-die-schlechteren-Unternehmer/59501c69127i1p1520/index.html

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